Warum Unternehmen zu spät an PR denken: Beobachtungen aus dem Business Development bei ITCOMMS

Warum Unternehmen zu spät an PR denken: Beobachtungen aus dem Business Development bei ITCOMMS

Die meisten Unternehmen kommen erst auf PR, wenn sie Reputation längst gebraucht hätten. Business-Development-Manager Dmitry Chernienko über den richtigen Zeitpunkt, typische Fehler im Erstgespräch und die Frage, wann ein Unternehmen wirklich bereit für PR ist.

Reputation lässt sich nicht in einem Monat aufbauen – genau das vergessen Unternehmen regelmäßig

Solange ein Unternehmen noch wächst, haben Instrumente mit schnellem, nachvollziehbarem Ergebnis Vorrang: Performance-Marketing, Werbung, Leadgenerierung. PR gilt als Thema für später – wenn mehr Ressourcen da sind oder die Bekanntheit ernsthaft aufgebaut werden muss.

Tatsächlich läuft es umgekehrt. Die meisten Unternehmen kommen genau dann auf PR, wenn Reputation sofort gebraucht wird: vor dem Eintritt in einen neuen Markt, bei der Investorensuche, beim Produktlaunch oder mitten in einer Krise.

Wir haben mit unserem Business-Development-Manager Dmitry Chernienko gesprochen. Er führt täglich Gespräche mit Geschäftsführern, Marketingverantwortlichen und Gründern – lange bevor ein PR-Projekt startet. Im Interview erklärt er, warum Unternehmen zu spät an PR denken, welche Fehler vor dem Kommunikationsstart am häufigsten passieren und was erfolgreiche Projekte auszeichnet.

Warum PR meist zu spät auf die Agenda kommt

Laut Dmitry scheitert es selten am Verständnis für Kommunikation. In frühen Phasen greifen Unternehmen zu den Instrumenten, die schneller messbar liefern – Werbung, Performance-Marketing und Leadgenerierung wirken schlicht wie die logischere Investition.

Mit dem Wachstum ändern sich die Aufgaben. Bekanntheit steigern, Vertrauen bei der Zielgruppe aufbauen, die Reputation pflegen, neue Märkte erschließen: An diesem Punkt denken die meisten Unternehmen zum ersten Mal über systematische PR nach.

„In frühen Phasen setzen Unternehmen meist auf Instrumente mit schnellerer und klarerer Wirkung – Performance, Werbung, Leadgenerierung. Ernst genommen wird PR erst, wenn es darum geht, Reputation aufzubauen, Bekanntheit zu steigern oder das Vertrauen in die Marke zu stärken. Nur: Reputation lässt sich nicht in einem Monat aufbauen. Dann ist es für einen Start bei null oft schon zu spät.“ sagt Dmitry.

Eine Kommunikationsstrategie gehört deshalb früh in die Unternehmensentwicklung – und nicht erst auf die Agenda, wenn Vertrauen bereits zum geschäftskritischen Faktor geworden ist.

Was den Anstoß für PR gibt

In den meisten Fällen gibt es einen konkreten Auslöser. Ein Unternehmen bemerkt, dass ein Wettbewerber regelmäßig in den Medien auftaucht, Studien veröffentlicht, Expertenkommentare gibt und damit Schritt für Schritt sichtbarer wird.

Das zweite häufige Szenario ist die Krise. Erst dann wird vielen bewusst, was eine rechtzeitig aufgebaute Reputation wert ist.

Ebenso oft wird PR relevant, wenn ein Unternehmen die nächste Entwicklungsstufe erreicht:

  • Eintritt in einen neuen Markt;
  • Produktlaunch;
  • Investorengewinnung;
  • Skalierung des Geschäfts.

In all diesen Situationen gilt Kommunikation nicht mehr als Zusatz im Marketing, sondern als Faktor, der das Vertrauen in das Unternehmen unmittelbar beeinflusst.

Der häufigste Fehler im ersten Gespräch mit einer PR-Agentur

Viele Unternehmen kommen mit hohen Erwartungen ins Erstgespräch, aber ohne klare eigene Prioritäten, sagt Dmitry.

Das Thema Budget wird dabei meist als reine Preisfrage behandelt.

Dabei entscheidet gerade das Budget darüber, welche PR-Strategie überhaupt sinnvoll ist, welche Instrumente den größten Effekt bringen und welche Aufgaben zuerst an die Reihe kommen.

Ein zweiter Satz fällt in fast jedem Erstgespräch:

„Können Sie uns das Angebot bis morgen schicken?“

Der Wunsch nach einem schnellen Angebot ist nachvollziehbar. Eine tragfähige Kommunikationsstrategie entsteht aber selten an einem Tag. Vor dem Angebot müssen die Geschäftsziele, die Zielgruppe, der Markt und die Kommunikationsziele auf dem Tisch liegen.

Wann ein Unternehmen wirklich bereit für PR ist

Nicht jedes Unternehmen kann direkt nach dem Erstgespräch starten. Drei Fragen sollte es vor Projektbeginn für sich beantwortet haben:

  • Warum braucht das Unternehmen PR?
  • Welchen geschäftlichen Effekt erwartet es?
  • Welche Ressourcen ist es bereit, in Kommunikation zu investieren?

Es geht dabei nicht nur ums Budget.

Starke PR braucht Führungskräfte, die sich einbringen, Zugang zur internen Expertise und die Bereitschaft, regelmäßig Kommentare, Interviews und andere Kommunikationsformate zu bedienen.

Fehlen diese Voraussetzungen, wird auch die beste Strategie in der Umsetzung deutlich zäher.

Wann man mit PR besser noch wartet

Manchmal lautet der richtige Rat, den Start zu verschieben. Etwa dann, wenn das einzige Ziel darin besteht, in den nächsten Wochen Umsatz zu machen. PR ist kein Performance-Instrument und ersetzt keine Kanäle, die auf schnelle Conversions ausgelegt sind.

Ebenso wenig trägt PR, die nur deshalb betrieben wird, weil die Konkurrenz es tut. Kommunikation muss eine konkrete Geschäftsaufgabe lösen, statt eine Reaktion auf Marktbewegungen zu sein.

Fazit

PR ist selten die erste Investition eines Unternehmens. Zentral wird sie in dem Moment, in dem Kundengewinnung allein nicht mehr reicht – bei der Skalierung, beim Gang in neue Märkte, bei der Investorensuche und beim Aufbau von langfristigem Vertrauen.

Je früher Kommunikation Teil der Geschäftsstrategie wird, desto mehr Spielraum hat ein Unternehmen, seine Reputation selbst zu gestalten, statt auf Umstände zu reagieren. Genau hier liegt der Unterschied zwischen systematischer PR und einzelnen Veröffentlichungen: Systematische PR arbeitet nicht am einzelnen Anlass, sondern daran, wie das Unternehmen in einem, drei oder fünf Jahren wahrgenommen wird.

Wenn Sie Ihre Marke weiterentwickeln, neue Märkte erschließen oder eine Kommunikationsstrategie aufbauen wollen, die auf langfristiges Wachstum einzahlt, sprechen Sie uns an. Wir bauen PR als Instrument für Ihre Geschäftsziele auf – und nicht als bloßen Weg zu einzelnen Veröffentlichungen.

Übersetzt mit Hilfe eines KI-Übersetzers

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